Ein Fototag mit unserem Förster

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Diese Veranstaltung hat der Kulturverein unter dem Titel »Naturfotografie mit dem Revierförster« im Blog angekündigt.
Alle Interessenten trafen sich am Morgen bei Lindgreen's.
Die Technik war bereits aufgebaut und der Beamer zeigte ein Bild, dass noch nicht ahnen lies, was uns erwartete. Wir waren gespannt.
Herr Schwoch liebt außer seinem Försterberuf auch Tier- und Naturfotografie.
Zunächst sprach er über die verschiedenen Klassen der Digitalkameras wie Pocket-, Bridge- und Spiegelreflex-Kamera.
An Beispielen zeigte er u.a. eindrucksvoll, dass es bei Tierportraits darauf ankommt, den Focus auf die Augen zu richten.
Aber es blieb nicht bei der Theorie. Mit den verfügbaren Autos ging die Fahrt in den Wald. Man muss von Borkwalde aus gar nicht sehr weit fahren ...
... um wie in einer anderen Welt anzukommen. Wer einfach so durch den Wald geht, sieht Bäume, Bäume und vor allem: Bäume.
Wer aber, ohne die vorhandenen Wege zu verlassen, mal ein Waldstück näher erkundet, findet mitunter ganz unerwartete Naturschönheiten. Bei dieser Exkursion ging es nun darum, verschiedene Fotomotive zu finden.
Zum Beispiel um eine Stimmumg einzufangen.
Die Sonne meinte es allerdings nicht besonders gut mit uns. Bei diesen Bildern schien sie noch, und im Gegenlicht war der leichte Nebel schön zu sehen und die von hinten betrahlten Blätter leuchteten richtig.
Auch ein Blick zum Boden kann interessante Motive finden lassen, wie dieses Rentiergras. Es liebt kargen Boden.
Interessante Bäume und Baumformen gibt es mehr, als man in unseren Kiefernwäldern erwarten würde. Außer diesem Kiefernpaar zeigte uns Herr Schwoch auch sehr alte, knorrige Eichen.
Eine andere Art von Motiven sind kleine Gebilde ganz nah fotografiert. Diese Flechte auf dem Zweig einer kleinen Eiche zeigt ihre bizzarren Formen erst in der Vergrößerung deutlich.
Und diese, fast wie eine Orchidee wirkende Flechte musste unbedingt mitgenommen werden - natürlich nur fototechnisch.
Was man aus beschädigten Bäumen, die eigentlich gefällt werden müssten, doch machen kann! Diese sehr schöne Baumgruppe dient nun als Ruheplatz. Ein Sponsor, der ein Dach über diesen Ruheplatz organisieren kann, wird noch gesucht.
Ein breiter Weg im Wald mit tiefem Einschnitt im Gelände lässt Verschiedenes vermuten. Das aber war in früherer Zeit eine Ablagestelle für Baumstubben. Da die Böden der Kiefern-Monokulturen aber humusarm sind, wird Holz von der Natur zu langsam zersetzt, und so wurde der Platz wieder aufgegeben.
Das Gegenstück zur Makrofotografie ist natürlich ein Motiv, das in der Ferne liegt. Wir standen hier auf einem 60 Meter hohen Berg, was in unserer Gegend schon gewisses Alpengefühl erzeugt. Wären die Bäume nicht ganz so hoch, könnte man bei klarem Wetter bis Werder blicken.
Aber immerhin lässt sich mit ausreichend Zoom die gerade noch sichtbare Spitze eines Hochspannungsmastes heranholen. Daß das Foto keine besondere Qualität hat, lag selbstverständlich nur am Nebel.
Wanderungen im Wald führen nach und nach zu innerer Ruhe. Dann sieht man automatisch mehr. Hier waren es die kleinen Laubbäume, die mit ihrem Herbstlaub durch die dunklen Stämme leuchteten.
Zum Abschluss versammelten wir uns wieder und fuhren mit Gesprächen über Fotos im allgemeinen und bestimmte Markenobjektive im besonderen wieder zurück.
Ein besonderer Dank gilt unserem Revierförster, der trotz knappen Zeitfond uns gern die Besonder- und Schönheiten der Natur vor unserer Haustür zeigt.